For Honor: Mehr als nur eine hübsche Verpackung?!

Vor nicht allzu langer Zeit hat Ubisoft / Bluebyte seinen Mittelalter-Action Mehrspieler-Metzel Titel „For Honor“ veröffentlicht. Bereits seit dem ersten Releasetag spaltet dieser Titel die Gamercommunity wie in diesen Tagen kein Zweiter.

fh_media_CAMPAIGN_Viking_mission_5For Honor glänzt mit einer überragenden Grafik, wunderschönen Kampfanimationen, glänzenden Rüstungen und generell einer Optik, wie sie Ihresgleichen sucht. Das Gameplay unterteilt sich in eine Kampagne, die man laut Spielern allerdings in kürzester Zeit abgehandelt habe und einen Online-Multiplayer, bei dem man sich mit anderen Spielern metzeln kann. Dabei könnt ihr zwischen verschiedenen Kriegern wählen, wie beispielsweise dem Samurai, oder einem wütenden Wikinger oder furchtlosen Ritter. Jede Klasse hat dabei eigene Ausrüstungsteile und Moves sowie verschiedene Kampfstile, die aber alle durchweg gut gebalanced sein sollen.

Woran also stört man sich in der Community, das For Honor beispielsweise auf Steam nur eine durchschnitliche Metakritik erhalten hat?

Nunja, zum einen missbilligt man die extrem schwachen Ubisoft-Multiplayer Server, bei denen erhebliche Wartezeiten aufkommen und Spieler sogar stellenweise einfach aus der Wartelobby gekickt werden, nachdem sie dort bereits einige Zeit verweilt hatten. Desweiteren erscheint der Soloplayer-Part extrem kurzweilig und ohne wirklichen Handlungsplot. Auch hier gehen die Meinungen aber auseinander. Die Spielperformance sei bislang nur mittelmäßig, wobei man hier auch wirklich von subjektiven Erfahrungen mit jeweils persönlichem Equipment aus technischer Sicht ausgehen darf.

fh_media_Harrowgate_Fight_at_the_gateIm Multiplayer, sofern man dann einmal einer Partie zugeteilt wurde, erscheinen wohl einige Spielmodi, wie zum Beispiel das Kriegsgeplänkel momentan noch relativ sinnfrei, weswegen dieser Spielmodus fast oder garnicht anspricht.

Das größte Problem bei For Honor dürfte wohl der saftige Preis sein. Für rund 60.-EUR dürft ihr den Titel euer Eigen nennen, nochmals 10,-EUR bzw. 30.-EUR legt ihr drauf für die Deluxe-,bzw. Goldedition. Wer sich den Seasonpass noch gönnen möchte, muss noch einmal 40 Tacken berappen (Stand Februar auf Steam). Alles zusammen genommen sind das saftige Preise für einen Titel, der von der technischen Performance an einen frühen Early Access-Titel anmuten lässt.

„Too buggy, too laggy“ – das sind momentan die Sätze, die man im Bezug auf For Honor zuerst hört. Ubisoft/Bluebyte hat optisch gesehen, wieder ein Meisterstück erschaffen. Auch das Gamedesign in Richtung Kampfablauf und Charakterverwaltung sind wie gewohnt angenehm. Die Technik dahinter ist es aber, die Ubisoft wieder versaut hat. Viele Spieler beklagen sich über die Selbstversuche mit der IPv6 Connection statt der üblichen IPv4. UPnP etc helfen da nicht und viele passionierte Zocker scheitern einfach am Verbinden des eigenen Clients mit den Servern.

Wir bleiben auf jeden Fall dran und hoffen, das Ubisoft/Bluebyte diese technischen Probleme bald aus der Welt schaffen kann, damit For Honor das wird, was es eigentlich ist: ein optisch hochwertiges und anspruchsvolles Gemetzel für den Hobbyrambo auf dem heimischen Sofa, der sich gerne in Duellen beweist.

 


Leave a comment