Force of Nature: Survival aus einer anderen Perspektive

Vor gut einem Monat hat Entwickler und Publisher A.Y.std seinen Adventure-Survival Titel „Force of Nature“ auf Steam ins Rennen geschickt.

Jetzt ist der Markt an Survival Games allerdings mehr als hart umkämpft und so wird es schwierig, für jeden neuen Ableger dieses Genres, mitzuhalten, oder gar neue Maßstäbe zu setzen. In Force of Nature wurden wir allerdings ein wenig überrascht, obgleich schon die Kameraperspektive einen extrem nah an das Geschehen heranrücken lässt, auch wenn sie sehr gewöhnungsbedürftig ist für Fans von Survival Games.

Craften und Überleben…

force_of_nature1…spielen in Force of Nature sehr eng zusammen. So bewegt ihr euch mit eurem Charakter, der, wie für Survival Games üblich, mit seiner Unterhose irgendwo an einem Strand aufwacht, durch verschiedene Biome, die allesamt verschiedene Gefahren, aber auch neue Rohstoffe beinhalten. Zu Beginn seid ihr von dichtem Wald umgeben und bastelt euch euer erstes Lagerfeuer.

Nach und nach baut ihr euch verschiedene Dinge, wie einen improvisierten Ofen, eine Hütte und einen Schmiedeamboss und ob der Ressourcen, die ihr dafür braucht, muss der Wald um euch herum immer mehr weichen, was euch einerseits mehr Bauplatz und größere Gebiete erschließt, andererseits aber auch die Gefahr birgt, dass ihr von den feindlich gesinnten Goblins und dem ein oder anderen Wildtier angegriffen werdet. Ohne passende Ausrüstung solltet ihr euch also nicht allzu weit vorwagen.

Grafisch…

…bietet Force of Nature schon alleine durch die Perspektive ein kleines Novum. Ihr könnt die Kamera drehen und wenden, aber die Distanz nicht verändern und habt quasi immer die gleiche Sicht von einem Standpunkt hinter dem Charakter. Die Steuerung ist generell schlicht gehalten, ausser wenn es an das Farmen und Aufsammeln von Items wie Beeren oder Ästen geht. Da könnte man sich schonmal die Finger verknoten, weil man einfach die Kamera immer mitdrehen muss, was mitunter dem erfahrenen Survivalisten nicht ganz geläufig ist. Prinzipiell sieht der Titel aber sehr gut aus, die Landschaften wirken erwachsen, detailreich und wohlüberlegt. Lediglich die NPC-Modelle sind etwas lieblos, ebenso wie der Charakter, für den es kaum Gestaltungsmöglichkeiten gibt.

Crafting ist…

…in Force of Nature sehr intensiv und tiefgehend, sozusagen essentiell für das Voranschreiten. Wir haben in den ersten 10 Charakterlevels bereits mehr als 80 verschiedene Dinge gefunden, die man irgendwo für irgendwas irgendwann wohl gebrauchen kann, von Nahrung über Wasser, Waffen, Utilities zum Holzhacken oder Erz abbauen , bishin zu Hütten, Öfen und sogar Deko-Artikeln für die eigene, gemütliche Inselbehausung. Wolltet ihr schon immer mal ein gemütliches Bett in eurer Hütte euer Eigen nennen, dann habt ihr in Force of Nature Gelegenheit dazu.

Multiplayer (bisher) Fehlanzeige

Was dem Titel noch fehlt, ist die Möglichkeit des Gruppenspiels. Bis dato kann man sich nur im Sologame durch den Dschungel prügeln, was mitunter am Abend auch für ein paar erheiternde Stunden sorgen kann. Base-Building und Exploration in der Gruppe sollen erfahrungsgemäß aber noch mehr Spaß in der Gruppe machen. Ob es also zukünftig einen Multiplayer geben wird, dazu hat sich A.Y.std  noch nicht konkret geäußert.

Je t’ame!

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Ja, Tame! Tamen von Tieren ist in Force of Nature nämlich auch möglich. Relativ früh im Spiel habt ihr die Möglichkeit, euch Fallen zu basteln, mit denen ihr dann auf Tierjagd geht. Egal ob Nutztiere wie Hühner oder Kühe, die euch weitere Rohstoffe liefern, oder aber wilde Wölfe und deren Artgenossen, die anschließend an eurer Seite kämpfen. Ihr könnt euren gezähmten Wesen befehlen, euch zu begleiten, oder in eurer „Basis“ zu verweilen. Die Nutztiere müsst ihr natürlich entsprechend füttern, denn ein hungriges Huhn legt bekanntlich keine Eier…!

Fazit:

Force of Nature begeistert mit einer gewöhnungsbedürftigen, aber erfrischenden Kameraperspektive. Der Tag-Nacht-Zyklus sieht gut aus und wirkt natürlich. Auch das Wetter, das zu Beginn des Tages neblig und später wieder sonnig erscheinen kann, vertieft die spielerische Atmosphäre. Die Grafik ist sehr detailliert und hübsch anzusehen. Gameplaytechnisch merkt man dem Spiel dennoch die gewisse Unbeholfenheit an. Viele Dinge könnte man einfacher gestalten, optisch ansprechender oder übersichtlicher. Auch eine weitere Sprachversion als bloß die englische wären wünschenswert. Da aber fleißig weiter Patches nachgeschoben werden, sind wir sehr zuversichtlich, das sich dieser Indie-Titel sehr gut entwickeln und in der Survival-Masse abheben wird.

 

 

 


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